Jagdbetrieb - Jagdgesellschaft St. Gallenkappel

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Jagdbetrieb

Jagdrevier

In unserem Jagdrevier betreiben wir im wesentlichen folgende Jagdarten:

  
Pirsch
Unter Pirsch verstehen wir das langsame behutsame Durchstreifen eines bestimmten Revierteiles, wobei es vor allem darauf ankommt, dass wir das Wild  zu Gesicht bekommen, ohne das es uns wahrnimmt. Da das Reh über einen sehr guten Gehör- und noch besseren Geruchsinn verfügt, ist eine erfolgreiche Pirsch nur lautlos und gegen den Wind möglich. Da es zwar nicht besonders sieht, aber Bewegungen recht gut eräugt, gilt es oft, auf allen vieren anzuschleichen. Dies gilt meist auch dann, wenn wir das Tier schon von der Zufahrt in einen bestimmten Revierteil erblicken können.
  
Anstand
Beim Anstand stehen wir meist an einem Wald- oder Buschrand, wo wir das Austreten des Wildes erwarten. Dabei ist auf absolute Ruhe und auf den Wind zu achten. Der Anstand erfordert viel Geduld, da die Tiere meist erst in der Dämmerung austreten. 
  
Ansitz
Wie beim Anstand verbringen wir beim Ansitz längere Zeit mit geduldigem Warten auf ein eventuelles Austreten des Wildes aus dem Wald. Dabei benützen wir aber entweder einen von uns selbst gebauten hölzernen Hochsitz (an bestimmten Stellen auch eine Kanzel, um besser gegen die Witterung geschützt zu sein) oder eine aus Metall hergestellte transportable Ansitzleiter. Dies bringt zwei grosse Vorteile: erstens bekommt uns das Reh meist nicht in den Windfang und zweitens ist ein sicherer Schuss mit gutem Kugelfang möglich.
  
Treibjagd
Die Treibjagd wird oft auch als Gesellschaftsjagd bezeichnet, weil daran meist alle Jagdpächter und zudem auch Jagdgäste teilnehmen. Mit geeigneten nicht zu schnellen Hunden, die aber nur vom 1. Oktober bis 30. November erlaubt sind, und Treibern wird das Wild auf die Beine gebracht, damit es bei den anstehenden Schützen wechselt. Ein von uns gewählter Jagdleiter ist für die reibungslose und vor allem disziplinierte Durchführung verantwortlich. Jeder Teilnehmer an einer Treibjagd ist verpflichtet, seine Anweisungen strikte einzuhalten. Dank solchen Massnahmen blieben wir in unserem Jagdrevier bis heute unfallfrei.
  
Drückjagd
Die Drückjagd ist praktisch gleich mit der Treibjagd, nur werden dabei keine Hunde eingesetzt, und die wenigen Treiber verhalten sich wesentlich ruhiger. Das Wild zieht langsam, immer wieder nach dem Störenfried sichernd aus der Dickung und kommt den Schützen an bekannten Fernwechseln relativ vertraut, was ein sicheres Ansprechen ermöglicht. Wir betreiben die Drückjagd vor allem im September auf das Gamswild, im Winter aber auch auf den Fuchs.
 
Lockjagd
Unter Lockjagd versteht der Jäger das Anlocken des Wildes mit optischen oder akustischen Hilfsmitteln. Die bekannteste Art ist das Blatten, wobei die Lautäusserungen einer zur Paarung bereiten Rehgeiss nachgemacht werden, um den Rehbock zum Zustehen zu bewegen. Wir wenden sie eher selten und wenn, dann meist im Zusammenhang mit der Pirsch an. Weit gebräuchlicher ist für uns das „Mäuseln“. Dabei imitieren wir die Laute einer Maus, um den hungrigen Fuchs anzulocken.
  
Beizjagd
An einem Luderplatz wird regelmässig Futter für den Fuchs und den Steinmarder, der praktisch fast nur so bejagt werden kann, ausgelegt. Mit sehr viel Geduld wartet dann der Jäger, bis sich ein Tier an den Luderplatz wagt.
  
Baujagd
Ein für diese Jagdart geeigneter Hund wird in die Fuchshöhle im Wald, im Feld und sehr oft unter einer Weidscheune gelassen, damit er den Fuchs zum Verlassen des Baus drängt. Bauhunde sollten sich dabei nur auf den Fuchs spezialisieren und den Dachs in Ruhe lassen, da dieser sich zur Wehr setzt, was für ihn und den Hund oft  böse Verletzungen zur Folge hat.
  
Nachtjagd
Bedingung für Nachtjagd ist eine ausreichende Schneedecke und genügend Mondlicht. Wir betreiben sie vor allem, um die Fuchspopulation nicht noch weiter anwachsen zu lassen.
  
Krähenjagd
Die vielen Krähen in unserem Revier rauben nicht nur vielen Singvögeln die Eier und das Gelege, richten gar manchen Schaden an Kulturen an und bearbeiten nicht zuletzt auch manchen Junghasen oder sogar Rehkitze mit ihren messerscharfen Schnäbeln. Sie zu bejagen, ist sehr schwierig. Die Vögel sind nicht nur sehr schlau, sie scheinen Gefahren regelrecht zu wittern. Ein Anpirschen ist praktisch unmöglich, das sie überdies mit Adler- oder eben mit Krähenaugen ausgestattet sind.  


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